SCC – Ansegeln „vom Winde verweht“

Die vorgegebene Startzeit wurde von der Wettfahrtleitung verschoben, da starker, böiger Wind vorherrschte und beim Ansegeln, für viele wieder der erste Kontakt zu Boot, Wind und Wasser, der „Spaß an der Sach“ im Vordergrund stehen soll.

Als sich dann die Wolken etwas verzogen, der blaue Himmel dominierte und der Wind ein wenig nachgelassen hatte, ging das gemischte Feld von A-Cats, Tornados und Kielyollen an den Start. Schon während der Vorbereitungsphase frischte der Wind wieder auf und wurde für viele Mannschaften zum Problem. Nach eineinhalb Runden hatte die Startbootcrew mit Rainer Rost, Günter Reimann und Wettfahrtleiter Rudi Ebhardt Windstärken mit 6 und in Böen bis 7 Beaufort gemessen und schossen daher die Wettfahrt ab. Alle kämpften sich zurück in den schützenden Hafen, nur der Tornado GER 1032, von Hacky und Dini Spatzl gesegelt, fehlte und war auch nirgends zu sehen. Die Uferstreifen von Schützing bis Feldwies wurden abgesucht, aber leider kein Erfolg. „Die sitzen irgendwo am Ufer und warten bis es wieder ruhiger wird, so haben wir das früher immer gemacht“, war die Meinung des Vaters. Die Wasserwacht wurde eingeschaltet und somit eine Suchaktion am ganzen See ausgelöst. Auch der Rettungshubschrauber nahm die Suche auf. Endlich kam der erlösende Telefonanruf der Beiden über ein geliehenes Handy aus der Schafwaschener Bucht. Alles in Ordnung. Hubschrauber, Wasserschutzpolizei und Wasserwacht verständigten sich untereinander und am späten Nachmittag trafen die Beiden wohlbehalten und mit unbeschädigtem Tornado im Schlepptau der Chieminger Wasserwacht im SCC Hafen ein. Ohne zu kentern hatten die beiden Leichtgewichte den Tornado trotz Welle und Starkwind, an der Windkante von Chieming Richtung Autobahn und mit drehendem Wind im Uferbereich, hinter der Herreninsel bis zur Schafwaschener Bucht gesegelt. Dort ging endlich der See aus.

Herzlichen Dank von allen SCC-Seglern an die Suchmannschaften und vor allem an die Wasserwacht Chieming. Sieger gab es diesmal keinen, aber auch keinen Verlierer, denn alle hatten bei diesen Bedingungen dazugelernt.

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