Meine
Segelsaison im Topcat K1
Vergangenen
Winter fiel die Entscheidung, die meiste
Zeit des Segeljahres 2006 mit einem langjährigen Freund “Sebastian Pfohl” vom
SRV auf dem Topcat K1 zu verbringen.
Der K1 bildet
die Königsklasse unter den schwertlosen Katamaranen. Mit Doppeltrapez und
Reacher erreicht er Geschwindigkeiten bis 25 Knoten. Mit der HypoVereinsbank
Marquartstein/ Traunstein als Partner konnte wir, Steuermann: Sebastian
Pfohl/SRV Vorschoter Thomas Posch/SCC mit bestem Material in die Saison einsteigen.
Der
seglerische Auftakt fand in den Osterferien am Comersee statt. Breva am Comersee – kalt aber super Ähnlich
wie am Gardasee entsteht mittags ein termischer Wind namens „Breva“, der
beständig bis in die Abendstunden anhält. Zusammen mit mehreren K1 und dem
Trainerteam Moser konnten wir bei Starkwind und Sonnenschein die technischen
Feinheiten im K1 perfektionieren. Zahlreiche kurze Starts und „up and down
Kurse“ erwiesen sich als beste Voraussetzungen für schnelle technische
Lernfortschritte. Gezielt konnten wir an
Trimm und Taktik arbeiten.
Als wir mit
Tränen in den Augen den Rückweg über den Maloja Pass in der Schweiz antraten,
richtete sich unsere Aufmerksamkeit schon auf die bevorstehenden Regatten in
Deutschland,
Österreich und Italien:
Katamarangau
/ Brombachsee,
Hinkelsteinregatta
/ Ammersee,
Int.
Österreichische Meisterschaft / Obertrumersee,
Um’s Walchenfass / Walchensee,
Topcat Trophy / Gardasee,
Topcat Regatta/ Chiemsee
…
und
Hafentrophy beim Seebrucker Regatta Verein.
Zwischen den
Regatten trainierten wir fleißig am bayerischen Meer im Hinblick auf die
Europameisterschaft an der Ostsee.

Mitte
September war es soweit: in Scharbeutz erwarteten uns Strandkörbe, ca. 90
Topcats, davon 27 direkte Konkurrenten und sehr viele Quallen. Große Spannung, neben Segelgrößen wie den amtierenden F18 Weltmeistern
„Sachs“ zu starten, wurden leider schnell enttäuscht. Die Brüder Sach wurden am
ersten Tag der Meisterschaft, nach dem sie kurz vor Start der ersten Wettfahrt
und nach dem Practice Race das Schiff getauscht hatten, von der internationalen
Jury mit zwei DSQ versehen. Dies hatte leider zur Folge, dass sie die Serie
abgebrochen haben.
In den
nächsten Tagen kämpften das Team Moser, die Italiener Mughetti/ Casadei und
Strack/ Haselbeck um die Stockerplätze. Nach Schwachwind an den ersten Tagen
kamen bei einer frischen Brise aus Russland ab Donnerstag auch noch alle
Starkwindsegler auf ihre Kosten.
Ein gesamt
vierter Platz stellte uns als newcomer im K1 vollkommen zufrieden.
Den runden
Saisonabschluss im Oktober bildete der Katamarancup / Brombachsee mit viel Wind
und zahlreichen Kenterungen.
Im nächsten
Jahr stehen neben den Schwerpunktregatten die Weltmeisterschaft in
Griechenland/ Kyllini Beach auf dem Programm.
Wir danken
der HypoVereinsbank für die Unterstützung, die für uns diese tolle Saison erst
möglich gemacht hat.
Auch wenn
dieses Segeljahr sehr anstrengend und Zeitraubend war freu ich mich auf die
nächste Saison, auf unseren rundum renovierten Club-Tornado und auf den Topcat.

Thomas Posch
Weitere Bilder und Informationen auf: www.sp-sailing.de
: und natürlich bei mir.