Bericht

Traumhafte Bedingungen beim Chieminger Tornado- und A-Cat Cup -
Scott Anderson aus Australien verteidigte seine Titel

Besser hätte es die Regie nicht planen können. Am Freitagabend noch leichter Regen bei fast windloser westlicher Strömung und am Samstag dann herrliches Segelwetter mit Nordost, der Stärke 3 – 4 bft.

30 Boote schickten Wettfahrtleiter Rudi Ebhardt und seine Helfer Gevelhoff, Jung und Rost auf die 7,2 Seemeilen lange Strecke. Fünf Minuten nach den Tornados waren die A-Cats an der Reihe. Die Startlinie und das Leetor waren in Höhe der Achenmündung, die Luvtonne vor der Alpenklinik in Chieming. Diese Strecke musste pro Wettfahrt 3 x durchfahren werden. Da bei dem idealen Wetter drei Wettfahrten durchgezogen wurden, gingen bei manchen diese neun Runden ganz schön an die Kondition. Erschwerend kam hinzu, dass durch den äußerst boeigen Wind die Konzentration jedes Einzelnen bis aufs Äußerste gefordert war. Kenterungen und leichte Sachschäden waren die Folge, doch konnte alles in Kürze repariert und behoben werden.

Eine riesige Stimmung herrschte dann am Abend beim gemeinsamen Abendessen im Freien. Ein Sonnenuntergang wie aus einem Hollywoodfilm und ausgerechnet dann kam auch noch der Chiemseedampfer „Fessler“ mit Beleuchtung, da schmeckte das Freibier, und die Caipi-Bar freute sich über regen Besuch. Denn dieses Naturschauspiel war für die vielen auswärtigen Segler neu. Lange dauerte dieser Abend für die Meisten jedoch nicht, denn am nächsten Morgen war für 9 Uhr Startbereitschaft ausgeschrieben. Wieder Sonne pur und der Wind frischte noch auf 4 – 5 bft. auf.

Die Strecke war wieder ähnlich der vom Samstag. 7,5 Seemeilen und Wind aus Ost.

Zwei Wettfahrten, also 6 x den Kurs, waren an diesem Sonntag noch zu fahren, denn bei 5 Wettfahrten konnte das schlechteste Ergebnis gestrichen werden; somit wurden 4 Wettfahrten gewertet. Um 15 Uhr war es dann soweit, Vorstand Robert Hein und Stellvertreter Helmut Stumhofer jun. nahmen die Siegerehrung vor.

Die Tornados werden in Chieming nach alter Tradition in zwei Gruppen gewertet, die klassische und die olympische. Der Unterschied ist mit oder ohne Genacker, einem großen zusätzlichen Vorsegel. In der olympischen Gruppe siegte Markus Augstburger mit seiner Frau Antje vom Windclub vor Günter Mörtl und Gisela Eisenmann vom Ammersee. Den dritten Platz belegte Daniel Caspary mit seiner Frau Babette vom Chiemsee, gefolgt vom ersten SCC-Segler Benno Billinger mit Michael Florian. Bei den klassischen Tornados konnte sich wieder Klaus Poguntke vom Seebrucker Regattaverein durchsetzen. Den 2. Platz belegte Klaus Spatzl mit Tochter Nicole, vor Walter und Evi Gampert, sowie Peter und Brigitte Obermeier, alle vom SCC.

Bei den A-Cats setzte sich auch heuer wieder der ehemalige Weltmeister dieser Klasse, Scott Anderson aus Australien durch. Der Deutsche Ralf Pfeiffer folgte vor dem ersten Österreicher, Matthias Pribil und den hervorragenden 4. Platz holte sich Helmut Stumhofer vom SCC.

Eine gelungene Veranstaltung und Werbung für den Segelsport sowie für die Gemeinde Chieming. Mit dem Dank an alle Helfer vom Verein, an die Wasserwacht und die Feuerwehr, sowie die privaten Sicherungsboote schloss Robert Hein diese Veranstaltung und viele sagten beim Abschied ihr Kommen für das nächste Jahr schon wieder zu.